EDITH  KUDLOVIC

 

 

Der Mai ist gekommen
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Ich mag den Mai, früher spürte ich den Frühling, alles war wieder frisch und neu, es roch

und duftete gut. Ich schoß immer wieder hunderte Fotos.

Heuer war das ganz anders, denn wir haben einige seltsame Wochen hinter uns.

Für jeden war es eine komplett neue Erfahrung, nicht wie gewohnt raus zu können,

wenn, dann nur bei Wichtigem und mit dieser Maske.

 

Ich gehöre nicht zu denen, die ständig am Weg ist, sich mit Freundinnen trifft.

Einkaufen - ist bei mir - nur weil es nötig ist, draussen bin ich meist nur zum Bilder machen,

alleine, möglichst mit wenig bis keinen Personen auf den Fotos und meiner Nähe.

Es gehört zu mir, meine Gedanken brauchen Freiheit, dazu möglichst nur Natur.

 

 Ein Stückchen vom Garten

 

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Unser Garten, ehemals länglich, doch langsam geht er in die Breite und das hat einen Grund..

Er liegt entlang dem Grundstück von Nachbarn, älteres Ehepaar, ihre Kinder

aus dem Haus. Er ist eher muffelig, liebt es aber, wenn, immer ab halb Eins Mittag

den Rasen zu mähen (man sollte bei uns im Ort die Mittagsruhe beachten).

Seine Frau ist sozusagen einfach ausgedrückt - furchtbar neugierig.

 

Unten: der Zaun links bis ans Ende beider Gärten

 

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Wegen ihr hatte ich früher großen Ärger, als sie sich beim Umbau unseres Hauses einmischte,

ihr nicht passte, wie es unsere Vermieter geplant hatten, es ging um einen extra Eingang

für neuen Anbau, vorher mussten wir gemeinsames Stiegenhaus nutzen, die Neuen konnten

bei sich abschließen, wir hatten alle Räume offen, wenn wir außer Haus waren, dadurch

kamen wir zu Schaden, man manipulierte unsere Fernsehanlage in unserer Abwesenheit.

Weshalb sie sich damals einmischte wusste keiner! Es ging sie nichts an, danach sprach ich

Jahre lang nicht mit ihr.

 

Links - Teil von Haus und Schuppen der Nachbarn, rechts unser Garten

 

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Nun, die letzten Jahre ging es halbwegs gut, bloß, dass diese Frau Nachbarin ungeheuer neugierig ist!

Ich selbst habe noch nie so jemanden kennen gelernt! Sie weiß alles (wenn ich alles schreibe,

meine ich auch alles!) genau von allen (fern und nah), sie ist ständig auf Empfang von Neuigkeiten,

bloß, von mir kommt stets wenig bis gar nichts. Daten, wie die Leute leben, wie alt die sind, wer mit wem,

usw. sie weiß es!

Sie rennt auch immer in die Kirche, bekommt viel Besuch und dann wird Stunden lang gequatscht,

man sitzt im Garten und leider ist es dann für unsere Seite unangenehm, den Gesprächen lauschen

zu müssen, so meiden wir in der Zeit unseren Teil.

Leider betreue ich fast nie den Gartenteil entlang des Zaunes, weil ich ihr dann ausgeliefert bin, dabei

wäre es dort so wichtig!

Im Moment sind wir Blattmäßig noch eher so wie auf dem Bild unten, es fehlt das Grün!

Was ich vergaß, sieht sie nichts vom Garten aus, geht sie hinauf und schaut vom 1. Stock runter...

Meine Familie hatte einmal eine Meinungsverschiedenheit, im Garten, das war um 9 Uhr abends, es

dunkelte bereits, da begann sie oben Fenster zu putzen, um nur ja nichts zu versäumen...

Normalerweise kann ich mich in meiner Laube (die unten, Mitte, noch kahl ist) verkriechen.

Der runde Buchs (Mitte) ist Geschichte, der Zünsler hat ihn vernichtet, da hat sie nun leider ebenfalls

Einblick, wenn ich an meinem Teich arbeite, bisher sah sie das nicht.

 

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Unten :

Da gab es auch ein Stückchen zum Sitzen für mich, Steine als Bank, ein Gedenk - Plätzchen, leider nur

selten möglich, so legten wir die Steine nun zu einem Plateau, nur nutzen ist etwas problematisch, wegen,

man weiß...

Bisher fuhren sie beide öfter Mal in Urlaub, waren 2 Wochen am Stück nicht da, oder machten

Radtouren, dann war es herrlich!

 

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Aber dann kam Corona!

 

Das hieß keine Kirchenbesuche mehr für sie (keine Neuigkeiten!!)

Keine Besuche im Garten mehr!

Zurückhaltung!

Eine Katatstrophe!

 

Aber leider auch für mich, sobald sie mich nun im Garten erspäht, (sie dürfte es dauernd überwachen)

kommt sie aus der hinteren Türe, klappert mit Schauferl und Bartwisch (dürfte so in etwa Signal sein,

"ich möchte reden!"),

ich stelle mich taub, aber so taub kann man gar nicht sein, dass es nicht auffällt!

Ich gehe in den äußersten Teil unseres Gartens, sie rennt in ihrem Garten parallel

rauf und runter, je nachdem wo sie mich sieht! Es ist mir unmöglich, einfach nur draussen zu sitzen,

zu lesen, schon klappert sie mit ihrem Besen/Schaufelduett.

Leider hört sie bereits, wenn ich das Garagentor hinauffahre, dann kauert sie dort und späht unter

den Büschen durch, wer da wohl raus kommt. Man hat das Gefühl, in Ermangelung irgendwelcher

Gesprächspartner nähme sie alles, was einen Mund zum Reden hat!

 

Aber ich  mag nicht quatschen, mag nicht reden, ich mag meine Ruhe!

 

Es wird besser, wenn meine Pflanzen mehr Laub haben, aber das dauert noch, dann kann

ich mich öfter ungesehen in den Garten schleichen, aber eigentlich ist das ein Trauerspiel!

 

Streit mag ich auch nicht, doch die Frau kapiert das nicht!

Sie war immer daheim, ihr Hobby sind die Leben der anderen Menschen.

 

Auch unsere neue Mieterin in Haus hat das schon bemerkt, hat sich aus ihrem Teil vom Garten zurück

gezogen, trotzdem wurde sie erwischt, musste eine halbe Stunde her halten. Sie lässt einen ja nicht

mehr gehen, nicht bösartig, aber nachdrücklich und nervend.

Ich habe für mich erkannt, diese Frau ist süchtig, die hat ein Ratschdefizit, hat Entzugserscheinigungen!

Und ich bin bestimmt kein Ersatzmittel.

 

Dabei könnte es so schön sein in unserem wilden Garten!

Die kleine gepflasterte Stelle rechts unten ist vergrößert worden, da stehen nun Tischchen und 2 Sessel,

 bloß hinsetzen geht nicht, weil....

 

 

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er schaut jedes Jahr anders aus, mal geht was ein, mal haut der Strum was um oder was verschwindet

von alleine, dann setze ich was neues an...

 

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Die Gemüsehochbeete (Eigenbau meines Partners) stehen mitten in der Wiese, weiter weg von der

Nachbarin, nur finde ich es weniger erholsam, dem Kohlrabi beim Wachsen zuzuschauen, blicke lieber

auf Rosen und Blüten...

 

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Unten: Mrs. Brown am Teich, wenistens die hat Ruhe...

 

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